A
Adhäsion
Adhäsion beschreibt die Haftung zwischen zwei unterschiedlichen Materialien oder Oberflächen. Sie ist eine wesentliche Voraussetzung für eine dauerhafte und belastbare Klebeverbindung.
ASTM C633
ASTM C633 ist ein international anerkanntes Prüfverfahren zur Bestimmung der Haftfestigkeit thermisch gespritzter Beschichtungen. Dabei wird die Kraft gemessen, die erforderlich ist, um eine Beschichtung von ihrem Grundwerkstoff zu trennen.
Aushärtung
Die Aushärtung beschreibt den chemischen oder thermischen Prozess, bei dem ein Klebstoff oder Harz seine endgültigen mechanischen Eigenschaften wie Festigkeit, Härte und Beständigkeit erreicht.
B
Beschichtungstechnologie
Die Beschichtungstechnologie umfasst Verfahren zur Veredelung und Funktionalisierung von Oberflächen. Beschichtungen dienen beispielsweise dem Verschleißschutz, Korrosionsschutz, der elektrischen Isolation oder der Verbesserung der Haftung.
C
Chemische Beständigkeit
Die chemische Beständigkeit gibt an, wie widerstandsfähig ein Werkstoff oder Klebstoff gegenüber Chemikalien wie Säuren, Laugen, Lösungsmitteln oder Ölen ist.
D
DIN EN 14916
DIN EN 14916 ist eine europäische Norm, die Prüfverfahren für thermisch gespritzte Beschichtungen und deren Eigenschaften beschreibt. Sie dient der Qualitätssicherung und Vergleichbarkeit von Beschichtungssystemen.
Druckfestigkeit
Die Druckfestigkeit beschreibt die maximale Belastung, die ein Werkstoff unter Druck aufnehmen kann, bevor er sich dauerhaft verformt oder versagt.
E
Einkomponentenklebstoff (1K-Klebstoff)
Ein Einkomponentenklebstoff ist gebrauchsfertig und muss vor der Verarbeitung nicht mit einer weiteren Komponente gemischt werden. Die Aushärtung erfolgt beispielsweise durch Feuchtigkeit, Wärme, UV-Licht oder Luftsauerstoff.
Epoxidharz
Epoxidharz ist ein duroplastischer Kunststoff mit hoher mechanischer Festigkeit sowie ausgezeichneter chemischer und thermischer Beständigkeit. Es wird unter anderem für Klebstoffe, Beschichtungen und Verbundwerkstoffe eingesetzt.
Epoxidklebstoff
Epoxidklebstoffe basieren auf Epoxidharzen und zeichnen sich durch hohe Festigkeit, ausgezeichnete Haftung sowie eine hohe Beständigkeit gegenüber Chemikalien, Feuchtigkeit und Temperatur aus. Sie werden in Industrie, Handwerk und Reparaturtechnik vielseitig eingesetzt.
H
Haftfestigkeit
Die Haftfestigkeit beschreibt die Kraft, die erforderlich ist, um zwei miteinander verbundene Materialien oder eine Beschichtung vom Untergrund zu lösen. Sie ist ein wichtiger Kennwert zur Bewertung der Qualität einer Klebeverbindung oder Beschichtung.
Haftzugprüfung
Die Haftzugprüfung ist ein standardisiertes Prüfverfahren zur Ermittlung der Haftfestigkeit von Klebeverbindungen, Beschichtungen oder Werkstoffen. Dabei wird die Zugkraft gemessen, die zum Lösen der Verbindung erforderlich ist.
I
Industrielle Verbindungstechnik
Die industrielle Verbindungstechnik umfasst Verfahren zur dauerhaften oder lösbaren Verbindung unterschiedlicher Werkstoffe. Dazu gehören unter anderem Kleben, Schweißen, Löten, Nieten und Schrauben.
K
Kohäsion
Kohäsion bezeichnet den inneren Zusammenhalt eines Materials oder Klebstoffs. Eine hohe Kohäsion verhindert, dass der Klebstoff selbst unter Belastung reißt oder versagt.
Korrosionsschutz
Korrosionsschutz umfasst Maßnahmen und Beschichtungen, die metallische Bauteile vor Rost und anderen Korrosionsschäden schützen und deren Lebensdauer verlängern.
L
Lösungsmittelfrei
Als lösungsmittelfrei werden Produkte bezeichnet, die keine oder nur vernachlässigbare Mengen flüchtiger organischer Lösungsmittel (VOC) enthalten. Sie zeichnen sich häufig durch geringere Emissionen und eine höhere Umweltverträglichkeit aus.
M
Materialprüfung
Die Materialprüfung umfasst verschiedene Prüfverfahren zur Bestimmung mechanischer, physikalischer und chemischer Eigenschaften von Werkstoffen. Sie dient der Qualitätssicherung sowie der Entwicklung und Auswahl geeigneter Materialien.
O
Oberflächenenergie
Die Oberflächenenergie beeinflusst maßgeblich die Benetzbarkeit eines Werkstoffs. Materialien mit hoher Oberflächenenergie lassen sich in der Regel besser verkleben als solche mit geringer Oberflächenenergie.
Oberflächenvorbehandlung
Die Oberflächenvorbehandlung umfasst Verfahren wie Reinigen, Entfetten, Schleifen oder Sandstrahlen. Sie verbessert die Haftung von Klebstoffen und Beschichtungen und erhöht die Qualität der Verbindung.
Offene Zeit
Die offene Zeit beschreibt den Zeitraum, in dem ein Klebstoff nach dem Auftragen verarbeitet und die Werkstücke zusammengefügt werden können, bevor die Aushärtung beginnt.
P
Polymer
Polymere sind Makromoleküle, die aus vielen miteinander verbundenen Bausteinen bestehen. Sie bilden die Grundlage zahlreicher Klebstoffe, Kunststoffe und Beschichtungen.
Primer
Ein Primer ist eine Haftgrundierung, die die Verbindung zwischen Untergrund und Klebstoff oder Beschichtung verbessert. Er wird insbesondere auf schwer verklebbaren Materialien eingesetzt.
Q
Qualitätssicherung
Die Qualitätssicherung umfasst alle geplanten Maßnahmen, die sicherstellen, dass Produkte, Prozesse und Dienstleistungen definierte Qualitätsanforderungen dauerhaft erfüllen.
S
Schälfestigkeit
Die Schälfestigkeit beschreibt den Widerstand einer Klebeverbindung gegen schälende Belastungen und ist insbesondere bei flexiblen Werkstoffen ein wichtiger Kennwert.
Scherfestigkeit
Die Scherfestigkeit gibt an, welcher Belastung eine Klebeverbindung parallel zur Klebefläche standhält, bevor sie versagt.
Spaltfüllvermögen
Das Spaltfüllvermögen beschreibt die Fähigkeit eines Klebstoffs, Unebenheiten oder größere Spaltmaße zwischen zwei Bauteilen zuverlässig auszufüllen.
T
Temperaturbeständigkeit
Die Temperaturbeständigkeit beschreibt den Temperaturbereich, in dem ein Klebstoff oder Werkstoff seine Eigenschaften und Festigkeit dauerhaft beibehält.
Thermisches Spritzen
Thermisches Spritzen ist ein Beschichtungsverfahren, bei dem metallische oder keramische Werkstoffe aufgeschmolzen oder plastifiziert und mit hoher Geschwindigkeit auf eine Oberfläche aufgetragen werden. Dadurch entstehen verschleiß-, korrosions- oder temperaturbeständige Schutzschichten.
Topfzeit
Die Topfzeit bezeichnet bei Zweikomponentenklebstoffen die Zeitspanne nach dem Mischen von Harz und Härter, in der der Klebstoff verarbeitet werden kann.
V
Verbundwerkstoff
Ein Verbundwerkstoff besteht aus mindestens zwei unterschiedlichen Materialien, deren Kombination bessere Eigenschaften bietet als die einzelnen Werkstoffe allein. Typische Beispiele sind glasfaser- oder kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe.
Verarbeitungszeit
Die Verarbeitungszeit gibt an, wie lange ein Klebstoff nach dem Auftragen oder Mischen verarbeitet werden kann, ohne dass seine Klebeeigenschaften nachlassen.
Verschleißschutz
Verschleißschutz umfasst Beschichtungen oder Werkstoffe, die Bauteile vor Abrieb, Reibung und mechanischem Verschleiß schützen und deren Lebensdauer erhöhen.
Viskosität
Die Viskosität beschreibt die Zähflüssigkeit eines Klebstoffs oder einer Beschichtung. Sie beeinflusst das Fließverhalten, die Dosierung und die Verarbeitung des Materials.
Z
Zweikomponentenklebstoff (2K-Klebstoff)
Ein Zweikomponentenklebstoff besteht aus Harz und Härter, die erst unmittelbar vor der Verarbeitung miteinander vermischt werden. Durch die chemische Reaktion entsteht eine besonders belastbare und dauerhafte Klebeverbindung.
Zugfestigkeit
Die Zugfestigkeit bezeichnet die maximale mechanische Spannung, die ein Werkstoff unter Zugbelastung aufnehmen kann, bevor er versagt oder bricht. Sie zählt zu den wichtigsten Kennwerten der Werkstoffprüfung.
Ziffern
1K-Klebstoff (Einkomponentenklebstoff)
Ein Zweikomponentenklebstoff besteht aus Harz und Härter, die erst unmittelbar vor der Verarbeitung miteinander vermischt werden. Durch die chemische Reaktion entsteht eine besonders belastbare und dauerhafte Klebeverbindung.
2K-Klebstoff (Zweikomponentenklebstoff)
Ein Zweikomponentenklebstoff besteht aus Harz und Härter, die erst unmittelbar vor der Verarbeitung miteinander vermischt werden. Durch die chemische Reaktion entsteht eine besonders belastbare und dauerhafte Klebeverbindung.